Riester für alle

Als kompliziert wurde die Riester-Rente bei ihrer Einführung im Jahr 2002 von vielen Seiten abgestempelt. Inzwischen hat sie - auch nach erweiterten Verwendungsmöglichkeiten - an Bedeutung bei der privaten Altersversorgung gewonnen. Hohe staatliche Zulagen und sie steuerliche Absetzbarkeit der Beiträge machen die Riester-Rente als Baustein der Altersvorsorge besonders attraktiv. Höchste Zeit für jeden, sich mit dem Thema zu befassen.

Zulagen und Steuern: der Staat unterstützt doppelt

Mit staatlichen Zulagen wird belohnt, wer jährlich vier Prozent seiner Einnahmen in einem Riester-Vertrag spart. Vertragsinhaber erhalten eine Zulage von 154 Euro, für jedes berücksichtigungsfähige Kind kommen 300 Euro (bei Geburten bis 2007 sind es 185 Euro) dazu. Zudem können die Beiträge bis 2.100 Euro jährlich steuerlich geltend gemacht werden. Ob die Inanspruchnahme der Zulage(n) oder der steuerlichen Berücksichtigung günstiger ausfällt - eine doppelte Vergünstigung gibt es natürlich nicht - prüft das Finanzamt im Rahmen der Steuerklärung.

Förderfähig ist daneben die Finanzierung von selbst genutztem Wohneigentum.

Ziel

Ziel ist eine lebenslange, steigende Altersrente frühestens ab dem 62. (60. bei Vertragsabschluss vor 2012) Lebensjahr. Geförderte Beiträge werden bei der Auszahlung nachgelagert besteuert. Bis zu 30 Prozent des Kapitals, das zu Rentenbeginn zur Verfügung steht, kann auf einmal ausbezahlt werden.

Nur zertifizierte Angebote sind förderfähig. Es finden sich Angebote von Versicherungen, Banken und Investmentfondsgesellschaften.

Riester – Warum?

Die gesellschaftlichen Entwicklungen sprechen eine deutliche Sprache:
Die Lebenserwartung wächst stetig. Das notwendige Kapital zur Finanzierung wird immer größer. Der Lebensstandard steigt. Im Alter nicht von den Kindern abhängig zu sein ist der Wunsch alternder Menschen. Dazu gehört auch die ausreichende finanzielle Basis. "Ich will lange leben, aber nicht alt werden.“ Das moderne Gesundheitswesen erfüllt diesen Traum für viele – leider aber nicht zum Nulltarif.
Das derzeitige Umlagesystem der Rentenversicherung wird diesem Trend nicht mehr gerecht.

Wermutstropfen

In den Genuss der Riester-Förderung kommen nur Angestellte und Beamte, nicht jedoch Ärzte, Zahnärzte und Rechtsanwälte. Mitglieder berufsständischer Versorgungseinrichtungen und nicht versicherungspflichtige Selbständige sind nicht direkt zulageberechtigt. Sie haben jedoch einen sog. abgeleiteten Zulagenanspruch, wenn der Ehepartner selbst förderberechtigt ist und einen Riester-Vertrag bespart.

Für das Optimum an Zulagen und Steuerersparnis sprechen Sie Ihren A.S.I. Berater an. Alle A.S.I. Geschäftsstellen finden Sie hier.